»Das schönste Pastell, das man je gesehen hat.« Das Schokoladenmädchen von Jean-Étienne Liotard

Sonderausstellung

September – Januar 2019
KKS Architektur + Gestaltung

Ausstellungsgrafik

Ausstellungsraum mit dunklen Wänden und Parkettboden, links weiße Schrift und Linienzeichnung einer Frau mit Tablett, rechts grüne Wand mit Vitrinen und ausgestellten Objekten
Museumsausstellung mit mehreren gerahmten Porträtzeichnungen und Gemälden an einer dunkelgrauen Wand sowie Vitrinen mit Exponaten auf einem Parkettboden. Zitat an der Wand: "Da er sich in der turkey lange aufgehalten, so hat er noch eine ausländische Tracht an sich, darin er auch ausgehet."
Museumssaal mit historischen Porträts und einer großen Schrift an der Wand über dem Parkettboden: "Die Lebensart in Wien ist lustig, frey, rauschend, schwelgerisch, dabey andächtig, ernsthafft und natürlich."

Die Sonderausstellung ist vom 28.09.2018 – 06.01.2019 in der Gemäldegalerie Alte Meister im Zwinger in Dresden zu sehen. Im Zentrum der Ausstellung steht das Schokoladenmädchen des Künstlers Jean-Étienne Liotard (1702–1789). Der große Bekanntheitsgrad des Bildes beruht besonders auf der Darstellung eines einfachen, unbekannten Stubenmädchens, einem bis dahin äußerst seltenen Motiv.

Die Ausstellung ermöglicht erstmals, das Schokoladenmädchen als Teil von Liotards Gesamtwerk zu erfahren. Während seines erfolgreichen Aufenthalts in Wien am Hof von Maria Theresia malte er nicht nur das Schokoladenmädchen, sondern kam auch in engen persönlichen Kontakt mit der Monarchin und porträtierte sie mehrfach.

Museumsausstellung mit Vitrinen und Gemälden an den Wänden in einem Raum mit Holzboden und Stuckdecke. Zitat an der Wand: "... mit dem Cacao vermischet Vanillien, Zimmet, Würtz-Näglein, Ambergris und Mosch..."
Sideboard an der Wand mit Produkten, die mit dem Schokoladenmädchen bebildert sind. Davor ein Tisch mit weiteren Produkten. Zitat an der Wand: "Seine extravagante Preise, die er seit Paris noch weiter erhöht hat, werden ihm vermutlich so viel Geld einbringen, wie er begehrt, denn er ist unvorstellbar habgierig."

Die von KKS Architektur + Gestaltung gestaltete Ausstellung in der Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden unterwirft sich ganz dem Werk des Künstlers. Die Grafik ist zurückhaltend gestaltet, sie dient vor allem dazu, unauffällig Informationen zur Verfügung zu stellen, die das Ganze rahmen. Es sollen ganz die Werke wirken, nichts soll davon ablenken.

Die gesamte Ausstellung ist zweisprachig aufgebaut. Große farbige Wände umfassen die Schau, auf denen Ton in Ton Raum-, Bereichs- und Objekttexte über Leben und Wirken von Liotard informieren.

Als übergreifendes Leitsystem dienen große Zitate, die über die Räume hinweg sichtbar sind und die Themen deutlich machen. Zudem lockern Großgrafiken das Bild auf und schaffen Atmosphäre. So ist zum Beispiel eine Großgrafik von Konstantinopel zu sehen, ein Ort der Inspiration des Künstlers.

Auch der Künstler selbst, der sich, inspiriert von seinen Reisen durch das Osmanische Reich, mit langem Bart und Pelzmütze als selbsternannter »türkischer Maler« porträtierte, wird in der Ausstellung vorgestellt.

Team & Projektdetails

AUFTRAGGEBER: KKS Architektur + Gestaltung
AUFTRAGNEHMER: Matthies & Schnegg 
AUSSTELLUNGSGRAFIK: Julia Schnegg
LITHOGRAFIE: Claudia Wolf
FLÄCHE: 410 qm
FERTIGSTELLUNG: September 2018
FOTOS: Klut/Estel, SKD