Ausstellungskatalog zu »Das Hausgefängnis des Geheimen Staatspolizeiamts in Berlin 1933–1945«

Ausstellungskatalog & Werbemittel

April 2023
Stiftung Topographie des Terrors

Gestaltung & Umsetzung

Vorderansicht des Katalogs mit einem grauen Cover, auf dem eine enge Gefängniszelle mit einem Fenster mit Gitter zu sehen ist.
Eine aufgeschlagene Doppelseite des Katalogs. Links ein Schwarz-Weiß-Foto von einem Raum im geheimen Staatspolizeiamt. Rechts Text in deutscher und englischer Sprache mit dem Titel 'Die geheime Staatspolizei im „Dritten Reich“'.
Eine aufgeschlagene Doppelseite des Katalogs mit Organisationsstruktur und Namen und Bildern von Mitarbeitenden des Geheimen Staatspolizeiamts.

Zur Ausstellung »Ein Polizeigewahrsam besonderer Art« hat die Stiftung Topographie des Terrors einen umfassenden Katalog veröffentlicht. Das 288 Seiten starke Werk ist zweisprachig in Deutsch und Englisch verfasst und bietet eine tiefgehende Auseinandersetzung mit der Geschichte des Hausgefängnisses der Gestapo.

Im Sommer 1933 richtete die Gestapo im neu gegründeten Geheimen Staatspolizeiamt in Berlin ein eigenes Gefängnis ein. Dieses Hausgefängnis wurde ein zentraler Ort der politischen Verfolgung und des Terrors. Ein Großteil der Inhaftierten waren politische Gegner des NS-Regimes, darunter viele Mitglieder des deutschen Widerstands und ausländische Regimekritiker. Schätzungen gehen davon aus, dass von 1933 bis 1945 mehrere tausend Häftlinge im Hausgefängnis inhaftiert waren.

Eine aufgeschlagene Doppelseite des Katalogs mit einer Karte von Berlin, die zentrale Haftorte des Geheimen Staatspolizeiamts zeigt.
Eine aufgeschlagene Doppelseite des Katalogs mit einem Vernehmungsprotokoll des Geheimen Staatspolizeiamts.
Eine aufgeschlagene Doppelseite des Katalogs mit Fotos und Kurzbiografien von vier Männern, die im Geheimen Staatspolizeiamt arbeiteten.
Eine aufgeschlagene Doppelseite des Katalogs. Links ein schwarz-weiß-Foto von Treppenhaus und Haupthalle des Geheimen Staatspolizeiamts, rechts ein Text auf deutsch und englisch mit der Überschrift 'DIE VERFOLGUNGSPRAXIS DES GEHEIMEN STAATSPOLIZEIAMTS'

Der Katalog dokumentiert mit zahlreichen Organigrammen, Karten, Fotografien und Dokumenten die Entstehung und Entwicklung des Geheimen Staatspolizeiamtes sowie den Betrieb des Hausgefängnisses. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf den Häftlingen: Ihre Schicksale, ihr Alltag und ihre Erfahrungen im Gefängnis stehen im Zentrum der Publikation. Viele der ehemaligen Häftlinge, die die NS-Zeit überlebten, prägten nach 1945 maßgeblich das politische, gesellschaftliche und kulturelle Leben in Deutschland. Sie wirkten in den Besatzungszonen, in den Sektoren Berlins sowie ab 1949 in beiden deutschen Staaten.

Neben den Opfern beleuchtet der Katalog auch die Täter. Ermittler und Mitglieder des Gefängnispersonals werden vorgestellt, um ihre Rolle im nationalsozialistischen Unterdrückungsapparat nachzuzeichnen.

Die Publikation ist mehr als eine Begleitung der Ausstellung: Sie ist ein hochwertiges Nachschlagewerk und leistet einen wichtigen Beitrag zur historischen Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels deutscher Geschichte.

Team & Projektdetails

AUFTRAGGEBER: Stiftung Topographie des Terrors
GRAFIK: Julia Schnegg
UMFANG: 288 Seiten
FERTIGSTELLUNG: April 2023
FOTOS: Katharina Weber