VER/SAMMELN ANTIRASSISTISCHER KÄMPFE

Offenes Archiv, Assembly und Werkausstellung

Seit Mai 2022
FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum

Ausstellungsgestaltung
mit Janno Himpel

Ausstellung mit historischen Schwarz-Weiß-Fotos von Demonstrationen und hängenden Bannern mit Ausstellungstexten. Rechts ein runder Tisch mit Stühlen, links Regale des offenen Archivs, nach Jahrzehnten sortiert.
Ausstellung mit Fotos von Demonstrationen und hängenden Bannern mit Ausstellungstexten. Links ein runder Tisch mit Stühlen, rechts Regale des offenen Archivs, nach Jahrzehnten sortiert.
Grünes Ausstellungsplakat 'VER/SAMMELN ANTIRASSISTISCHER KÄMPFE Ein offenes Archiv', ab 22.05.2022 im FHXB Museum

Kämpfe und Widerstände gegen Rassismus sind Bestandteil der Geschichte dieses Landes. Ob eingewandert, durchreisend oder hier geboren – Menschen mit Rassismus-, Antisemitismus- und Diskriminierungserfahrungen kämpfen seit Jahrzehnten für Gleichberechtigung und gesellschaftliche Veränderung.
 Ihre Forderungen für Teilhabe und Projekte gegen Rassismus und Unterdrückung haben die Gesellschaft wesentlich mitgeprägt.

Ihre Geschichten und Perspektiven bleiben jedoch meist unsichtbar und unerzählt. 
Ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre Stimmen werden instrumentalisiert oder fehlen in der Erinnerungskultur und in offiziellen Archiven.

Aus einer Initiative der Georg-August-Universität Göttingen zusammen mit dem FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum und dem Theater Hebbel am Ufer sind verschiedene Projekte hervorgegangen: In drei Tagen im Mai 2022 kam im Hebbel am Ufer eine Assembly zusammen. In Workshop-, Ausstellungs- und Diskussionsformaten beleuchteten Aktivist:innen, Forscher:innen, Zeitzeug:innen und Künstler:innen unterschiedlicher Generationen die Geschichte antirassistischer Kämpfe.

Zahlreiche Besucher:innen betrachten verschiedene Elemente der Ausstellung
Nahaufnahme von Regalen des offenen Archivs, nach Jahrzehnten sortiert, hier: 1970er und 1980er Jahre. In den Regalen stehen schwarze Boxen, zum Teil mit grünen Markierungen.

Im FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum ist ein offenes Archiv mit ersten Ergebnissen dieses gemeinsamen Forschens entstanden. Es handelt sich um eine Sammlung an Bruch- und Fundstücken, die bei Workshops und durch Unterstützung der Besucher:innen weiter wachsen wird. Das offene Archiv soll zu einem Debattenraum werden, der vergangene Erfahrungen mit heutigen Debatten und Kämpfen gegen Antisemitismus, Rassismus und allen Diskriminierungen zusammenbringt.

Team & Projektdetails

AUFTRAGGEBER: Georg-August-Universität Göttingen, Hebbel am Ufer, FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
GESTALTUNGSKONZEPT: Matthies Weber & Schnegg mit Janno Himpel
ARCHITEKTUR: Janno Himpel
AUSSTELLUNGS- & WERBEGRAFIK: Julia Schnegg
FLÄCHE: ca. 100 qm
LAUFZEIT: seit Mai 2022
FOTOS: Katharina Weber, Jorinde Splettstößer