Piraten!

Wanderausstellung

März 2024 – Januar 2025
Verkehrsmuseum Dresden

Ausstellungsgestaltung

Eingangsbereich der Sonderausstellung 'Piraten!' im Verkehrsmuseum Dresden mit großer schwarzer Piratenflagge mit Totenkopf und gekreuzten Knochen vor Glastüren, im Inneren ein großes Schild mit der Aufschrift 'PIRATEN! PIRATES!'
Wand mit maritimen und Piratenmotiven und Piratenphrasen in neun Sprachen, die gängige Vorstellungen von Piraten widerspiegeln, zum Beispiel "Alles klar zum Entern"
Zwei Kinder sitzen in einem hölzernen Ruderboot und rudern an roten Riemen, im Hintergrund Besucher:innen an Medienstationen und an einem Schiffsmodell

Gängige Vorstellungen von Piraten entstammen häufig Filmen, Büchern und Computerspielen und diese wiederum beziehen sich oft auf das 17. und 18. Jahrhundert im atlantischen Raum. Doch Piraten gibt es schon viel länger und noch heute weltweit dort, wo auf den Weltmeeren Handel getrieben wird. Den Besucher:innen will die Ausstellung ermöglichen, ihre Vorstellungen zu hinterfragen, um zwischen Mythos und Realität unterscheiden zu können. 

Dabei werden zahlreiche Aspekte des Seeräuberlebens betrachtet: An fünf verschiedenen thematischen Stationen können sich die Besucher:innen informieren und sich vielfach aktiv beteiligen. Den Einstieg in die Ausstellung bildet eine große visuelle Einführung in das Thema. Auf einer Bestandswand sind Piratenphrasen in neun verschiedene Sprachen übersetzt und durch Illustrationen mit maritimen und Piratenmotiven ergänzt.

Vitrine mit Modell eines Segelschiffs auf einem blauen Tisch mit einem interaktiven Bildschirm, im Hintergrund weitere Vitrinen und interaktive Stationen
Flyer für die Schatzsuche mit der Museumsmaus "Flitzi", dem Maskottchen des Museums, liegt auf einem blauen Tisch neben einer Klappe mit einer Rätselfrage

Der Blick in die Ausstellung zeigt die Kapitel als Bereiche, die an das Deck eines Schiffes erinnern. Atmosphäre wird durch die Takelage geschaffen, in der die eingeflochtenen Kapitelüberschriften Orientierung für den Rundgang bieten. Eine zentrale Segelinstallation als Filmraum verstärkt das Bild der Segelschiffe.

Abwechslungsreich und sehr interaktiv wird den Besucher:innen jeden Alters in jedem Kapitel ein Thema spielerisch vermittelt. Durch das Ansprechen mehrerer Sinne wird eine nachhaltigere Vermittlungstiefe geschaffen. An der Medienstation des Ruderautomaten können die Mühen des Schiffsalltags aktiv erlebt werden. Das funktioniert nur im Team, indem man zu zweit im Rudertakt ein Segelschiff einholt und digital entert.

Schatztruhe mit Alltagsgegenständen wie Werkzeugen oder Lebensmitteln als Nachbildungen aus Stoff
Blick in die Ausstellung, wobei die Bereiche an das Deck eines Schiffes erinnern sollen. In die Takelage eingeflochtene Überschriften dienen der Orientierung. Es gibt Vitrinen mit Schiffsmodellen sowie das freistehende Modell einer Kanone.
Blauer Tisch mit fünf blauen Hockern vor ebenfalls blauen Ausstellungswänden. An dieser Station kann ein Spiel rund um die Verteilung von Beute gespielt werden.
Glasvitrine auf blauem Podest, darin Piratenutensilien wie Enterhaken, Seile und Säbel. Dahinter weitere Vitrinen und eine Piratenflagge mit weißem Totenkopf auf schwarzem Grund
Wand mit Namen von Piratenschiffen, darüber die Zeichnung eines Piratenschiffs und ein Regal mit Holzklötzen, aus denen man eigene Namen auf der Ablage legen kann, hier wurde "taumelnde Seekuh" gelegt

Wer es etwas ruhiger mag, zeichnet Schatzkarten und macht sich auf die Suche nach dem versteckten Piratenschatz. Die Museumsmaus Flitzi – das Maskottchen des Museums – lädt zur Schatzsuche ein. Überall in der Ausstellung sind Flitzis Freunde auf Klappen zu finden. Sie halten Rätselfragen für die Schatzsucher:innen bereit. Jede Antwort ergibt ein verschlüsseltes Zeichen. Nach dem Kryptogramm von »La Buse« – dem Piraten Olivier Levasseur – können die Zeichen entschlüsselt werden. Sie ergeben ein Lösungswort, das an der Schatztruhe in der Ausstellung eingegeben werden kann. Wurden alle Fragen richtig beantwortet, öffnet sich die Schatztruhe.

An einer weiteren Station wird die Bedeutung typischer Piratenmotive – Skelett, Totenkopf, Herz… – erklärt. Mit Schere und Kleber bewaffnet gestalten die Besucher:innen hier am Tisch ihre Bastelbögen mit eigener Piratenflagge. Die entstandenen Werke werden an der Ausstellungswand dahinter ausgestellt. An einem weiteren Tisch wird die Beute aufgeteilt. Zwei bis sechs Spieler:innen können an dieser Station über die Verteilung diskutieren. Die Spielenden ziehen Personenkarten. Als Kapitän, Stratege oder Verwundeter kann um Geld, Waren oder Nahrung gespielt werden. Wer macht die meiste Beute?

Trotz vieler Mythen bleibt genügend Raum für die Realität der Piraterie. Biografien wie die des 1881 in Dresden geborenen Felix Graf von Luckner, Infografiken und interessante Exponate erzählen die Geschichte der Piraterie von ihren Anfängen bis heute.

Modell einer Kanone, dahinter Vitrinen mit Schiffszubehör und Schiffsmodellen
Vier Personen sitzen an einem blauen Tisch in der Ausstellung. An dieser Station wird die Bedeutung typischer Piratenmotive erklärt und die Besucher:innen können eine eigene Piratenflagge basteln.
"Piraten-Parcours als Bodeninstallation in einem hellen Innenraum mit Liegestühlen
Bodenaufkleber mit zwei blauen Haien
Flyer zur Ausstellung 'Piraten!' mit Totenkopf, Termin vom 21. März 2024 bis 5. Januar 2025, auf der Rückseite Adresse, Lageplan, Öffnungszeiten
Postkarte zur Ausstellung 'Piraten!' mit Totenkopf, auf der Rückseite kurzer Infotext zur Ausstellung sowie Anschrift des Museums
Zettel für die Schatzsuche mit erklärendem Text zur Ausstellung und Grafik mit Piratenphrasen wie auf der Wand des Museums

Team & Projektdetails

AUFTRAGGEBER: Verkehrsmuseum Dresden gGmbH
GESTALTUNGSKONZEPT: Matthies Weber & Schnegg mit Irmhild Gumm (Wir von Kebnekaise)

ARCHITEKTUR: Irmhild Gumm
AUSSTELLUNGSGRAFIK & WERBEMITTEL: Julia Schnegg, Katharina Weber, Klara Lange, Leah Conde
FLÄCHE: 350 qm
FERTIGSTELLUNG: März 2024
STATIONEN: Verkehrsmuseum Dresden (2024), Schifffahrtsmuseum Rostock (2025)
FOTOS: Verkehrsmuseum Dresden, Amac Garbe, MW&S