Ausstellungsgestaltung
»Im Westen viel Neues« konzentriert sich auf die unterschiedlichen Ausprägungen der modernen Bewegung zwischen etwa 1908 und 1928 in der rheinisch-westfälischen Region. Eine Vielzahl von Künstler:innen aus Rheinland und Westfalen gehörte um den Ersten Weltkrieg herum zu den ersten beiden Generationen des Expressionismus als neuer Strömung in der Kunst. Sie kamen aus der Gegend oder wurden durch die lebendige Kunstszene in den Westen gelockt.
Den Besucher:innen wird anschaulich vermittelt, was eigentlich das Revolutionäre an der expressionistischen Bewegung ist. Sie umfasst alle Lebensbereiche, Kunst und Leben durchdringen sich. So malten die Künstler:innen nicht nur ihre Visionen auf Leinwände oder Papier, realisierten sie nicht nur im Backstein der Häuser und Kirchen, sondern ebenso in kunsthandwerklichen Objekten, auf der Bühne oder in den wagemutigen Wortkaskaden ihrer Lyrik. Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Druckgrafiken sind ebenso Teil der Schau wie Alltagsobjekte, Möbel, Architektur, Lyrik sowie Bühnenbilder für die neuen und alten Spielstätten.
Die Ausstellung vereint etwa 160 Exponate bekannter und unbekannter Persönlichkeiten mit ganz unterschiedlichen Biografien. Ausstellung und Katalog machen es sich zur Aufgabe, den vielfältigen Facetten der expressionistischen Bewegung im Westen nachzuspüren.
So richtet sich der Blick auch auf Entstehungsbedingungen und Netzwerke. Ausgewählte Lyrik zieht sich von den Wänden der Ausstellung über das Treppenhaus bis hin zu den Spiegeln in den Bädern.
Die Ausstellung besticht durch eine ausdrucksstarke Gestaltung, die mit intensiven Farben die Leuchtkraft der Werke betont. Spannende Sichtachsen lenken den Blick der Besucher:innen gezielt durch den Raum und schaffen so eine lebendige, dynamische Inszenierung.
Begleitend zur Ausstellung entstand ein umfangreicher Katalog.
Drei von uns gestaltete Themenrouten führen unterschiedliche Zielgruppen vertiefend zu ausgewählten Kunstwerken, um so einen besonders intensiven Blick darauf zu erlauben und zur Interaktion mit der Kunst anzuregen. Die Besucher:innen werden mitgenommen auf eine Reise in eine lebendige Region im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts.
AUFTRAGGEBER: Sauerland-Museum Arnsberg
GESTALTUNGSKONZEPT: Katharina Weber mit Thomas Doetsch
ARCHITEKTUR: Thomas Doetsch
AUSSTELLUNGSGRAFIK: Katharina Weber
PARTIZIPATIONSELEMENT: Klara Lange
FLÄCHE: 600 qm
FERTIGSTELLUNG: September 2021
FOTOS: Katharina Weber
Matthies Weber & Schnegg
c/o GH28
Große Hamburger Str. 28
10115 Berlin
Tel: 030 55 95 71 60
E-Mail: zentrale@matthies-weber-schnegg.com