Ausstellungsgestaltung
Anlässlich des 750-jährigen Stiftjubiläums ist die bestehende Dauerausstellung überarbeitet und akzentuiert worden. Ziel war es, die Ausstellung für die Besucher:innen attraktiver zu gestalten und durch den Einsatz von moderner Medientechnik Interesse an den Inhalten zu wecken.
Für das Kuratoren-/Projektleiterteam der kaplica GbR steuerten wir die Szenografie und Ausstellungsgrafik bei.
Durch das Zusammenspiel von Ausstellungserzählung, Vitrinenlandschaften, erläuternder Grafik und Medieneinsatz soll so ein Mehrwert geschaffen werden, der sich zu einem nachhaltigen Erlebnis auch über den Besuch hinaus verdichtet. Die Ausstellung spannt den Bogen von den schwierigen Anfängen des Klosters über die Ausbildung eines prosperierenden Gemeinwesens bis ins 20. Jahrhundert.
In neun Räumen der Bereiche des Konversentraktes und des Kapitelsaales, sowie im Kreuzgang, ist die Ausstellungserzählung modifiziert worden und die Ausstellung hat ein neues Aussehen erhalten. Das Mobiliar der bisher bestehenden Schau ist teilweise in den neuen Rundgang integriert worden und wurde eigens dafür umgebaut und angepasst. Die Ausstellungsarchitektur tritt nunmehr in einen Dialog mit dem denkmalgeschützten Gebäude, das das erste herausragende Exponat der Ausstellung darstellt.
Die Formensprache ist geometrisch abstrakt und bezieht sich mit ihrer grauen Farbgebung auf den zurückhaltenden Farbkanon der Zisterzienser. In der Ausstellung geht es hier um die mittelalterliche Gründung des Klosters und die europaweite Ausdehnung des Ordens.
In den Räumen des Kapitelsaals wird das wirtschaftlich sehr erfolgreiche Klosterleben mit all seinen Schätzen der Barockzeit dargestellt. Die Ausstellung reagiert darauf mit einer gebauten Kulisse, vor der sich die Pracht der Exponate zeigt.
Ein farblich verändertes großformatiges Bild der reich ausgestatteten Stiftskirche dient als Kulisse, vor der die Objekte präsentiert werden.
AUFTRAGGEBER: kaplica GbR
AUFTRAGNEHMER: Matthies & Schnegg
GESTALTUNGSKONZEPT: kaplica und Matthies & Schnegg
ARCHITEKTUR: Thomas Doetsch
AUSSTELLUNGSGRAFIK: Katharina Matthies, Julia Schnegg
LITHOGRAFIE: Claudia Wolf
FLÄCHE: 600 qm
FERTIGSTELLUNG: Mai 2018
FOTOS: Thomas Doetsch
Rund vier Jahre nach der Neueröffnung der Dauerausstellung übernimmt dasselbe Team für die Gestaltung die Überarbeitung des ersten und letzten Raumes.
Nun erfahren die Besucher:innen einiges zum Tagesablauf der Mönche und der Baugeschichte des Hauses.
Im letzten Raum der Ausstellung, der ehemaligen Klosterapotheke, bildet ein großer Tisch mit zwei integrierten Medienstationen das Zentrum.
Die Medienstation zur Nutzungsentwicklung des Klosters und seiner Nebengebäude zeigt in fünf Zeitabschnitten die unterschiedlichen Funktionen und Nutzungen der Gebäude.
Die zweite Medienstation ist eine Vertiefungsstation mit vielen Fotos und Dokumenten zu den Themen »Bildung & Schulen«, »Stiftung« und »Evangelische und katholische Kirche«
AUFTRAGGEBER: Stiftung Stift Neuzelle
AUFTRAGNEHMER: Matthies & Schnegg
ARCHITEKTUR: Thomas Doetsch
GRAFIK: Katharina Matthies, Julia Schnegg, Leah Conde
MEDIENSTATIONEN: Katharina Matthies, Leah Conde
PROGRAMMIERUNG: Ron Warmbier
FOTOS: Leah Conde
FLÄCHE: 600 qm
ERGÄNZUNG: 2023
Matthies Weber & Schnegg
c/o GH28
Große Hamburger Str. 28
10115 Berlin
Tel: 030 55 95 71 60
E-Mail: zentrale@matthies-weber-schnegg.com