Gruppe Eva Mamlok – Widerstandsgeschichten

Sonderausstellung

Juni – September 2024
FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum

Ausstellungsgestaltung
mit Janno Himpel

Text- und Bildtafeln zur "Gruppe Eva Mamlok" und zu "Jugendlicher Widerstand" in einem Ausstellungsraum mit Holzboden und großen Fenstern
Ausstellungstafel mit Texten und Fotos zum Thema "Jugendlicher Widerstand", davor ein Tisch mit türkisfarbener Platte und weiteren Texten sowie ein weißer Hocker
Blaue Ausstellungstafeln mit zweisprachigen Texten und Fotos zum Beispiel zu den Themen "Pieter Siemsen" oder "Die Neue Frau", daneben ein Tisch mit offenem Buch und weiteren Infotexten

Die neue Sonderausstellung »Gruppe Eva Mamlok – Widerstandsgeschichten« im Friedrichshain-Kreuzberg Museum erzählt die bisher weitgehend unbekannte Geschichte von sehr mutigen, jungen Frauen, die Eva Mamlok um sich scharte.

Eva Mamlok, eine Jugendliche aus einer jüdischen Familie, stellte sich bereits in den frühen 1930er Jahren zunächst allein, später gemeinsam mit anderen Frauen, durch alltägliche Aktionen dem Nationalsozialismus entgegen. Durch umfangreiche wissenschaftliche Recherchen eines zivilgesellschaftlichen Netzwerks wurde diese Ausstellung ermöglicht. Sie versammelt historische Dokumente wie z. B. Gefängnisakten, Bilder und Zeitzeugnisse, die zur Auseinandersetzung mit der Vergangenheit einladen, zeigt aber auch Lücken und Leerstellen auf, da nur wenige Quellen und Dokumente überliefert sind. Die Ausstellung eröffnet einen Raum für Fragen und Debatten, Vermutungen und Projektionen, um die Bedeutung von Frauen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus stärker ins Bewusstsein zu rücken.

Blick in den Ausstellungsraum mit hängenden Büchern von der Decke, Tischen mit Stühlen, Informationstafeln und Videostationen
Nahaufnahme einer Ausstellungstafel mit Texten und Bildern zu 'Jugendlicher Widerstand', weiße Schrift auf blauem Grund, schwarz-weiß bebildert

Die Ausstellung führt chronologisch durch die Stationen des Lebens von Eva Mamlok und ihren Mitstreiterinnen und beleuchtet auch die Erinnerungskultur nach 1945. Die Besucher:innen werden dazu eingeladen, sich aktiv mit dem Material auseinanderzusetzen, beispielsweise an einem Büchertisch, der Bücher aus Eva Mamloks Untergrundbibliothek präsentiert.

Gestalterisch wird die Lückenhaftigkeit des Materials durch den Einsatz von Blocksatz mit Einzügen visualisiert. Die Text- und Bildtafeln aus bedrucktem Karton sind mittels Magneten an den textilen Ausstellungswänden befestigt. Diese Wände sowie weitere gestalterische Elemente stammen aus der vorherigen Sonderausstellung »Wir nennen es Revolution. Transnationaler Aktivismus in Berlin«. Durch diese Wiederverwendung konnte die Ausstellung – wie auch vorherige von uns gestaltete Ausstellungen im FHXB – ressourcenschonend und mit einem kleinen Budget realisiert werden.

Ausstellungstafeln mit Texten zum Beispiel über jüdische Jugendbewegungen, ein Zeitstrahl zu Eva Mamloks Leben, Tisch mit Stühlen sowie eine Videostation
Ein Spiegel an einer Wand, in dem sich der Ausstellungsraum spiegelt, darauf die Hashtags '#GruppeEvaMamlok' und '#GroupEvaMamlok'

Team & Projektdetails

AUFTRAGGEBER: FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum
GESTALTUNGSKONZEPT: Julia Schnegg in Kooperation mit Janno Himpel
AUSSTELLUNGSBAU: Janno Himpel
AUSSTELLUNGSGRAFIK: Anna Busdiecker, Julia Schnegg
FLÄCHE: ca. 100 qm
FERTIGSTELLUNG: Juni 2024
FOTOS: Katharina Weber