Die PEKING entdecken. Räume, Reisen, Hafenwelten

Dauerausstellung

seit April 2026
Deutsches Hafenmuseum

Generalunternehmer

Modell des Schiffes "Peking" auf einem weißen Tisch in einem hellen Raum mit Holzboden und einer Projektion des Schiffs an der Wand
Wandtafel mit Text und historischen Fotos zum Thema "Die Peking entdecken" neben einem offenen Türrahmen zu einem Raum mit Holzmöbeln
Museumsausstellung mit Texttafeln und Vitrinen auf Holzfußboden, die Informationen und Exponate zum Segelschiff Peking zeigen
Hands-on-Station mit Salpeter-Säcken, die mit einem Seilzug gehoben werden können

Die neue Dauerausstellung im Brückenhaus und Zwischendeck der Viermastbark PEKING bildet einen wichtigen Baustein beim Aufbau des Deutschen Hafenmuseums in Hamburg.

Wir verantworteten als Generalübernehmerinnen die Gestaltung und Produktion der gesamten Ausstellung. Diese umfasst neben der musealen Präsentation historischer Objekte in Vitrinen, Ausstellungsarchitekturen und Bild-Text-Tafeln auch die Erstellung eines Filmloops mit historischen Bildern – der via Beamer gezeigt wird – und die Entwicklung und Umsetzung von zwei interaktiven Stationen zum Themengebiet »Hafeninfrastruktur historisch«.

Die Dauerausstellung wurde unter Nachhaltigkeitsaspekten geplant: Alle Grafikträger können unkompliziert aktualisiert werden, indem die Drucke ausgetauscht werden. Die langlebige Grundkonstruktion ist aus Stahlrohr gefertigt. 

Zentrale Fragen, die wir in der Konzeption bearbeitet haben, sind der Umgang mit dem Schiff als wichtigstes Exponat, die besonderen räumlichen Bedingungen und der hohe Anspruch an Inklusion.

Bereits im Wettbewerb haben wir eine durchgehend dreisprachige Ausstellung entworfen, um der Geschichte der Peking und ihrer Herkunftsländer gerecht zu werden. Das taktile Schiffs-Modell, direkt in der Sichtachse vom Eingang platziert, ergänzt die inklusiven »Museumsführungen zum Anfassen«. Alle Texttafeln sind mit dem maximalen Kontrast von schwarzer Schrift auf weißem Grund gestaltet. Zudem sind die Schriftgrößen typografisch auf gute Lesbarkeit optimiert. Aus Platzgründen sind die Objekttexte nur auf Deutsch in die Ausstellung integriert. QR-Codes für die Übersetzungen ins Spanische und Englische schließen diese Lücke.

Die Ausstellung ist für die nächsten Jahre nur im Rahmen von Führungen zu besuchen. Damit Gruppen gut in der Ausstellung händelbar sind, befindet sich direkt im Eingangsbereich eine größere Freifläche. Hier befindet sich auch der Introtext zur Ausstellung. Danach verbreitert sich der Raum, in dem die eigentliche Ausstellung zu sehen ist. Die turbulente Geschichte der PEKING wird anschaulich anhand von schwebenden Grafiktafeln erzählt. Diese werden thematisch passend durch direkt in die Grafikflächen eingeklinkte Exponate ergänzt.

Vor einer einladenden Sitzgelegenheit ist ein Film zur PEKING zu sehen. Hier wird die Geschichte des Segelschiffs chronologisch mit Originalaufnahmen und kurzen Texten erzählt.

Eine große Objekt- und Fotoinstallation in Form eines Produkt­regals thematisiert das Thema Import – Export zwischen Deutschland und Chile historisch und aktuell, und weist somit auch auf Kontinuitäten in Bezug auf Kolonialismus hin.

Die rekonstruierten Innenräume im Brückenhaus sind alle mit einer kleinen Beschilderung ausgestattet worden, die mehr über den Alltag und die Hierarchien an Bord verraten.

Im Zwischendeck können die Besucher:innen noch tiefer in die Themen Salpeter und Hafen eintauchen. Ein niedrigschwelliges Spiel zu den Lieferketten kann im Rahmen von Gruppenführungen mit mehreren Teilnehmenden gut gespielt werden. An einer Hands-on-Station sollen die 70 kg schweren Salpeter-Säcke mal mit einem Sackhaken, mal mit einem klassischen Seilzug gehoben werden.

Team & Projektdetails

AUFTRAGGEBER: Deutsches Hafenmuseum | Stiftung Historische Museen Hamburg
SZENOGRAFIE: Lea Brugnoli, Julia Schnegg
GRAFIK: Leah Conde, Katharina Matthies, Julia Schnegg, Katharina Weber
FILM: Leah Conde
TAKTILES SCHIFFS-MODELL: Werk5
AUSSTELLUNGSBAU: Exponatwerke, Köln
GRAFIKPRODUKTION: MEGALAB Bildkommunikation, Köln
FLÄCHE: ca. 80 qm
FERTIGSTELLUNG: 29. März 2026
FOTOS: Ursula Richenberger, Katharina Matthies