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AUSSTELLUNGSGRAFIK UND MEDIENSTATIONEN

 

SONDERAUSSTELLUNG
»VON GOLDENEN KUTSCHEN UND KOLONIALER VERGANGENHEIT«

 

1714 begann in Großbritannien die Ära der Hanoverians, in der die Landesherren des Kurfürstentums Hannover auf dem Königsthron von Großbritannien saßen. In dieser Zeit stieg Großbritannien zu einer Weltmacht mit einem beispiellosen kolonialen Herrschaftsgebiet in Afrika, Asien, Nordamerika, der Karibik und Indien auf. Sklaverei und der Handel mit kolonialen Gütern brachten währenddessen nicht nur viel Geld nach Großbritannien, sondern auch die kurfürstlich-hannoverschen Untertan:innen profitierten davon.

 

Die Goldene Kutsche aus Hannover – benutzt von König Georg IV. (1762–1830) von Großbritannien – ist ein Wahrzeichen des Historischen Museums. In dieser Ausstellung ist die Kutsche allerdings verhüllt. Stattdessen stößt ein Schiffsbug durch die Wand in die Kutschenhalle. Ebenso sind die Portraits der mächtigen König:innen eingepackt, von der Wand genommen, beiseite gestellt. Warnaufkleber »Vorsicht Aneignung« oder »Vorsicht Rassismus« kommentieren bedenkliche Bildquellen.

So liegt der Fokus auf anderen Menschen: Konsumierende, Profitierende, Unterdrückende, Leidende, aber auch Menschen, die Zwang und Unfreiheit überwunden haben.

 

Die Ausstellung nimmt die Städte Bristol und Hannover und deren Einwohner:innen in den Fokus, die aktiv an Kolonialismus und Sklaverei beteiligt waren. Die britische Hafenstadt Bristol war mit ihrer idealen Ost-West-Lage für einen großen Teil des Menschen- und Warenhandels aus den Kolonien verantwortlich und verhalf so vielen ihrer Einwohner:innen zu Wohlstand. Die meisten Hannoveraner:innen waren indirekt am transatlantischen Handel beteiligt, indem sie die importierten Luxusgüter, wie Tabak, Kaffee und Tee aus den Kolonien konsumierten. Diese Profiteure, Initiatoren, aber auch Betroffenen werden in der Sonderausstellung in den Blick genommen: Wer waren diese Personen, was waren ihre Motive? Und lassen sich ihre Spuren heute noch in Hannover entdecken?

 

Mit der Reflexion von Kolonialismus und Sklaverei des 18. und 19. Jahrhunderts stellt die Ausstellung bewusst Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen Debatten her. Statt den Triumph der Herrschenden zu zeigen, wird Raum geschaffen für eine kritische Auseinandersetzung mit Verantwortung und Implikationen bis heute.

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Diese Art der Darstellung und Auseinandersetzung bietet eindrückliche Denkanstöße, den Anfang einer unerlässlichen Debatte, wie es die TAZ in ihrem Artikel von Nadine Conti »Noch längst nicht fertig mit den Verbrechen« am 15.7.2022 ausdrückt.

 

Die Ausstellungsgestaltung wurde von Team gwf-ausstellungen in Zusammenarbeit mit Nina Kersten entwickelt. Matthies Weber & Schnegg zeichnen für Ausstellungsgrafik und -medien, Werbemittel und eine begleitende Internetseite verantwortlich.

 

Für die zweisprachige Ausstellung wurden von uns ein Einführungsfilm sowie interaktive Medienstationen konzipiert und gestaltet. Besuchende können in Auszügen aus einem digitalen Originalbuch des Bristoler Frachtschiffes »Africa« von 1774 blättern. Neben den digitalen Vermittlungsstationen gibt es einen umfänglichen, gedruckten Zeitstrahl zum Falten und Mitnehmen, der die Geschichte der Kolonialisierung sowie den Widerstand dagegen zeigt.

 

Die Ausstellung hat einen prozesshaften und partizipativen Anspruch. Sie regt die Besuchenden zur Mitwirkung an. Auf Post-it‘s hinterlassene Reflexion und Kritik sind gewünscht und werden im Prozess in die Ausstellung eingearbeitet.

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PROJEKT-DETAILS

 

KONZEPTION AUSSTELLUNGSGRAFIK: Matthies Weber & Schnegg
GRAFIK: Ika Gerrard (gwf-ausstellungen), Julia Schnegg,
Katharina Weber
MEDIEN: Matthies Weber & Schnegg
FLÄCHE: 600 qm
LAUFZEIT: 13. Juli – 30. Juni 2023
FOTOS: Ulrich Pucknat, Historisches Museum Hannover, Matthies Weber & Schnegg
AUFTRAGGEBER:
Museen für Kulturgeschichte Hannover – Historisches Museum am Hohen Ufer und gwf-ausstellungen