Museum Friedland

Dauerausstellung

Seit März 2016
Arge Gillmann Schnegg

Ausstellungsgrafik & Screendesign

Eingangsbereich des Museums Friedland mit Ticketverkaufsschalter und Tafeln mit Datum, Uhrzeit und Eintrittspreisen
Ausstellung mit zahlreichen schwarz-weißen historischen Fotografien an einer Wand
Museumsausstellung mit historischen Fotos, Dokumenten und Schubladenschrank an den Wänden sowie Vitrinen mit Schriftstücken im Raum

Im ehemaligen Bahnhof Friedland ist seit dem 18. März 2016 die neue Dauerausstellung zur Geschichte des Grenzdurchgangslagers Friedland zu bewundern. Nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet, ist das Lager bis heute in Betrieb.

Auf 380 qm bietet die Ausstellung einen Überblick über die verschiedenen Phasen der Zuwanderung in Deutschland. Es werden viele persönliche Geschichten erzählt, sei es die Heimkehr vieler durch die Kriegswirren deplatzierter Menschen, die Rückkehr der letzten Kriegsgefangenen, die Spätaussiedler und die abenteuerliche Reise der sogenannten »Boat People« aus Vietnam. Auch die 70 chilenischen Flüchtlinge, die über Friedland nach Deutschland kamen, finden ihren Platz.

Wand mit historischen Fotos und Texttafeln
Vitrinen mit historischen Dokumenten des Grenzdurchgangslagers und erläuternden Texten auf einem Tisch

Diese umfassende Ausstellung wurde von Joachim Bauer und den Exponauten im Auftrag des Landes Niedersachsens kuratiert. Die Arge Gillmann Schnegg aus Basel lieferten das Gestaltungskonzept und die Ausstellungsarchitektur. In enger Zusammenarbeit mit allen Beteiligten ist dieses Kleinod entstanden.

Grundriss des Erdgeschosses mit Angabe der Lage der thematischen Stationen in chronologischer Reihenfolge
Ausstellung mit zahlreichen schwarz-weißen historischen Fotografien an den Wänden und Vitrinen mit Dokumenten sowie Hands-On-Stationen an einem Tisch in der Mitte des Raumes.

Wir zeichneten für die Ausstellungsgrafik und die Signaletik verantwortlich. Ebenfalls aus unserer Hand stammt das Screendesign für die Medienstation zur Lagerchronik.

Eine große Herausforderung war der Umgang mit dem historischen Bildmaterial, was stark vergrößert in den sogenannten Bilderstrudeln inszeniert wird.

Herausziehbare Schublade als Hands-On-Station. Darin eine Reproduktion des Abmeldebogens der Familie Buchholtz vom 10.12.1951.
Hands-On-Station mit biografischen Karten von Menschen, die im Grenzdurchgangslager Friedland waren

Die unglaublich vielseitige Ausstellung lädt die Besucher:innen mit vielen Hands On Elementen wie Schubladen, Mappen, biografischen Karteien und Klapptafeln zum Entdecken ein.

Mehrere graue und blaue Ausstellungswände mit Fotos, Texttafeln und kleinen Bildschirmen. Die Wände zeigen Liniengrafiken und Diagramme. Ein Schild trägt die Überschrift "1988 - 2015. Öffnungen und Schließungen"
Eingangsbereich des Museums mit Sitzgelegenheiten und Schließfächern. Postkartenständer enthalten verschiedenfarbige Postkarten mit Zitaten von Menschen, die über das Grenzdurchgangslager Friedland nach Deutschland gekommen sind

Zusätzlich entstanden noch 80 verschiedene Postkartenmotive, mit Zitaten von Menschen, die über das Grenzdurchgangslager Friedland nach Deutschland gekommen sind. Käuflich erwerben können die geneigten Besucher:innen ein Ausstellungsheft mit allen wichtigen Texten und Grafiken, momentan auf Deutsch und Englisch erhältlich. Arabisch und Russisch sind in Arbeit.

Team & Projektdetails

AUFTRAGGEBER: Arge Gillmann Schnegg
AUFTRAGNEHMER: Matthies & Schnegg
AUSSTELLUNGSGRAFIK: Katharina Matthies, Golnar Mehboubi Nejati, Julia Schnegg, Sandra Weber
LITHOGRAFIE: Claudia Wolf
SCREENDESIGN LAGERCHRONIK: Katharina Matthies
FLÄCHE: 380 qm
FERTIGSTELLUNG: März 2016
FOTOS: Marco Warmuth